Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Am 15. und 16. April stand an an der Berufsschule in Aichach ein wichtiges Thema im Mittelpunkt: respektvolles Miteinander, Perspektivwechsel und gesellschaftliche Verantwortung. Im Rahmen des Projekts „Gemeinsam Verantwortung übernehmen – Antidiskriminierungs- und Antirassismusworkshop“ nahmen die Klassen WSZ10 und WSZ11 jeweils an einem mehrstündigen Workshop in ihrem Klassenzimmer teil.
Geleitet wurde der Workshop von Eric Agbo, einem interkulturellen Trainer der InnoVision Concepts GmbH, der die Schülerinnen und Schüler mit abwechslungsreichen und lebensnahen Methoden an das Thema heranführte. Ziel des Projekts war es, interkulturelle Kompetenzen zu stärken, gegenseitiges Verständnis zu fördern und die Jugendlichen für Herausforderungen wie Mobbing, Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus zu sensibilisieren – Themen, die sowohl im schulischen Alltag als auch in der späteren Berufswelt von großer Bedeutung sind.
Dabei blieb es nicht bei theoretischen Gesprächen: Die Schülerinnen und Schüler diskutierten im Plenum über eigene Erfahrungen und tauschten unterschiedliche Sichtweisen aus. Besonders eindrucksvoll war eine Übung zum Perspektivwechsel: Zwischen zwei Reihen wurde eine Zahl auf den Boden gelegt – aus einer Blickrichtung eine 6, aus der anderen eine 9. Schnell wurde deutlich, dass Wahrnehmung oft vom eigenen Standpunkt abhängt und unterschiedliche Perspektiven ihre Berechtigung haben können.
Auch sogenannte Positionierungsübungen regten zum Nachdenken an und boten Raum für Austausch. Besonders engagiert arbeiteten die Jugendlichen zudem bei einer Kartenarbeit mit, bei der Fragen wie „Was sollten Gesellschaft und Schule deiner Meinung nach gegen Mobbing, Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus tun?“ diskutiert wurden. Die Ergebnisse zeigten deutlich: Die Schülerinnen und Schüler wünschen sich mehr Offenheit, gegenseitigen Respekt und einen stärkeren Zusammenhalt.
Dass der Workshop gut ankam, spiegelte sich auch in der anschließenden anonymen Evaluation wider. Die große Mehrheit der Teilnehmenden bewertete den Workshop positiv und hob insbesondere die verständliche Vermittlung der Inhalte, die praxisnahen Übungen sowie den offenen Austausch hervor. Aussagen wie „Man hat andere Sichtweisen besser verstanden“ oder „Die Diskussionen waren interessant und wichtig“ machten deutlich, dass viele Jugendliche wertvolle Impulse für ihren Alltag mitnehmen konnten.
Das Projekt wurde gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Veranstalter war der Wittelsbacher Land e. V. mit der Fachstelle „Demokratie leben!“.